Chawura Basel / Jewish Renewal

KONTAKT
chawurabasel@gmail.com

GESCHICHTE
Bereits in den 1920er und 1930-Jahren wurden Chawurot begründet, Gruppen von Jüdinnen und Juden, die sich zusammenfanden, um miteinander zu lernen, Feiertage zu begehen, neue Rituale zu gestalten. Ursprünglich handelte es sich um informelle Gruppen; inzwischen gibt es in Amerika ein Chawurah-Netzwerk.

Die Chawurah-Bewegung vereinigte sich unter Rabbi Mordechai Kaplan zur Reconstructionist Bewegung. Sie wollten das trockene (deutsche) Reformjudentum, das sehr protestantisch anmutete, mit mehr jüdischem „Geschmack“ versehen, mehr hebräische statt englische Lieder singen etc.

Die jüdische Erneuerung («Jewish Renewal») hat ihren Ursprung in den USA in den 1960er Jahren. Ein Hauptmerkmal ist der «fully egalitarian way of Jewish life», in dem vor allem Männer und Frauen völlige Gleichberechtigung erfahren und auch diejenigen in die Gemeinschaft aufgenommen werden, die am Rande des Judentums stehen.

Der chassidische Rabbiner Zalman Schachter begründete in den USA «ALEPH: Alliance for Jewish Renewal». Aleph entstand aus Pnei Or (Gesicher des Lichts), das wiederum aus Bnei Or (Kinder des Lichts) entstand.

Rabbiner Schachter stellte fest, dass viele Juden auf der Suche nach Spiritualität sind, diese aber im Judentum nicht finden. Er wollte zeigen, dass Egalität, der Feminismus im Gottesdienst und die Spiritualität auch im Judentum Platz haben.

Mit R. Zalmans Lehrtätigkeit breitete sich die Bewegung dann ab den 70iger Jahren so richtig aus, aber nicht alle Chawurot gehören Jewish Renewal an. Es gibt eine ganze Reihe, die weiterhin der Reconstructionist Bewegung angehört. Siehe auch mehr zu Reb Zalman unter Remembering Reb Zalman auf dieser Website.

Um 1982 wurde die Idee auch nach Basel gebracht und die «Chawura Basel» gegründet.

Momentan sind 40 Personen Mitglied, von denen etwa 25 aktiv sind.

Lehre und Ziele
«Chawurah: Gruppe von Menschen, die sich zu gemeinsamem Gebet, Lernen, Feiern und zur gegenseitigen Unterstützung zusammenschließt.» (Glossar: Grundbegriffe im Judentum)

«Chawer» heisst auf Hebräisch Freund, das bedeutet also, dass Chawura ein Freundeskreis ist.

Die Basis ist jüdisch, aber es besteht kein Dogma.

About Jewish Renewal

Chawura Basel als Gruppe ist im interreligiösen Bereich nicht aktiv tätig.

ORGANISATION, FINANZEN (PC-Konto 31-92813-7, IBAN: CH60 0900 0000 3192 9813 Chawura Basel hat informelle Strukturen.  Frauen und Männer sind in jeder Beziehung gleichberechtigt («egalitär»).
Neue Mitglieder können nur auf Empfehlung von Mitgliedern beitreten.
Obwohl die Mehrheit der Mitglieder jüdisch ist, können deren nichtjüdische Partnerinnen/Partner Chawurah Mitglieder sein wenn sie dies wollen.

Alle Beschlüsse sind Konsensentscheide.

Manche sind Mitglieder bei der Israelitischen Gemeinde Basel.

Chawura Basel ist «ALEPH: Alliance for Jewish Renewal» angeschlossen.

Die Mitglieder zahlen einen Beitrag.

Ein kleiner Teil des Geldes geht an «ALEPH: Alliance for Jewish Renewal».

Der Hauptteil des Geldes wird für die Miete von Lokalen für religiöse Feste verwendet und um auswärtige Rabbiner einzuladen.

VERSAMMLUNGSLOKAL, ANGEBOTE, AUFTRETEN IN DER ÖFFENTLICHKEIT
Die Treffen finden abwechselnd bei Mitgliedern daheim statt. Für grössere Anlässe wie Bat- oder Bar Mitzwah und religiöse Feste im Jahreslauf wird meistens ein Saal gemietet.

Die Chawura trifft sich etwa 1-2 Mal pro Monat und feiert Gottesdienste am Freitag-Abend oder am Samstag-Morgen.

Die Chawura feiert meist zusammen die hohen Feiertage und den Sederabend, manchmal gemeinsam mit einer der reformorientierten Gruppen.

Chawura Basel lehnt jegliche Mission ab.

Einladungen gehen nur an die Mitglieder.

ZEITSCHRIFT
«New Menorah», vierteljährliche Zeitschrift von ALEPH

WEITERE LINKS
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«ALEPH: Alliance for Jewish Renewal»

Eine Definition-im-Prozess: Was ist JEWISH RENEWAL (jüdische Erneuerung)? (von Rabbi Arthur Waskow, Übersetzung v. Iris Noah)

«Die historischen Ursprünge der Jewish-Renewal-Bewegung liegen im Zusammentreffen von mindestens 4 Bereichen eines Neu-Denkens jüdischer Konzepte, das viele Juden in Nordamerika in den 60iger und 70iger Jahren stark beeinflußt hat.»

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